
einfach toll - Das Buch Am seidenen Faden von Hans Kammerlander ist einfach toll zum lesen. Die mehrfachen Versuche auf den K2 zu gelangen und immer wieder die kleinen Randgeschichten bewegten mich dazu das Buch in kürzester Zeit durchzulesen. Jeder der von Bergen, Gebirgen, Gletschern und deren Besteigung begeistert ist, kann ich dieses Buch nur empfehlen.Keine Lobeshymnen auf sich selber sondern eher zurückhaltend beschreibt Kammerlander seine Versuche am K2.
Hoch hinaus - Hans Kammerlander beschreibt in diesem Buch seinen Kampf um den K2. Mehrfach versuchte er die Besteigung, mehrfach gab es Abbrüche, Rückschläge, Pech. Am Ende des Buches ist er natürlich ganz oben.Die Beschreibung seiner Vorbereitungen wird garniert mit Rückblicken und allgemeinen Gedanken über das Bergsteigen.Interessant ist das Buch für mich als Hobby-Bergsteiger (bis 3500 m), da ich wohl nie erfahren werde, wie man sich jenseits der 5000 m fühlt. Das Leben im Hochlager, das Klettern in dünner Luft, Eis und Kälte ist sehr anschaulich und dramatisch beschrieben.Einziger Kritikpunkt ist der nicht chronologische Aufbau des Buches. Die Erzählung springt zwischen Expeditionen, Bergen und Jahren munter hin und her, so daß man hin und wieder den Überblick verliert.Ansonsten ein sehr unterhaltsames Buch mit tollen Fotos.
Dem Himmel ganz nah - Obwohl ich nicht der Zunft der Extremalpinisten angehöre und der Todeszone lieber meine kalte Schulter zeige, lese ich seit Jahren begeistert die Erlebnisberichte eines Reinhold Messner, Joe Simpson und anderen Wagemutigen, die ihr persönliches Glück auf den höchsten Gipfeln dieser Erde finden. Am seidenen Faden war mein erstes Buch von Hans Kammerlander, der seinen Blickwinkel wohltuend hinterfragt und selbst zu zweifeln scheint, ob man unbedingt die eigenen Grenzen sprengen muss, um Anerkennung zu ernten. Spannend und gelegentlich augenzwinkernd schildert er seine Begegnungen mit den gewaltigen Auswürfen der Welt und beleuchtet das Verhältnis zwischen seiner Berufsgruppe, das oftmals von Neid und Missgunst geprägt ist. Kuriositäten und atemberaubende Fotos nehmen den geneigten Leser mit auf die Reise und runden das mehr als positive Gesamtbild der Publikation ab, bis man sich auch auf der Flanke eines Riesen glaubt, der einen zu verschlingen droht. Ein flüssiger Schreibstil ohne Schnörkel macht Lust auf mehr - genau so muss man sich am seidenen Faden fühlen!
Kammerlanders persönliche K2-Chronik - In diesem Buch beschreibt Hans Kammerlander seinen Kampf mit und um den K2, von dem er besessen war, bis er ihn nach mehreren Anläufen endlich besiegt hat.Es ist kein trockener Bericht über seine Besteigungsversuche geworden, sondern ein höchst unterhaltsames und facettenreiches Buch. Zwischen seine Erlebnisse am K2 flicht er immer wieder auch Begebenheiten an anderen Bergen ein, erzählt über andere Bergsteiger und deren Erfolge und Misserfolge. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass viel mehr als in anderen Büchern und bei anderen Autoren von den nepalesischen bzw. pakistanischen Trägern die Rede ist, ohne die so manch eine Expedition gar nicht durchzuführen wäre.Kammerlander spricht auch über Risiken, Gefahren und Naturgewalten, die bedacht werden müssen. Und nicht zuletzt auch davon, wie er immer wieder auch mit dem Tod in Berührung kommt und wie er dies verarbeitet.Sehr gut sind die Farbbildteile und die sich im Anhang befindliche Liste der K2-Besteiger.
K2 kontra Kammerlander - Der schmale Grat zwischen Sieg und Tod - Kammerlander berichtet in diesem Buch in erster Linie von seinen Erfahrungen mit der Besteigung des K2, des zweithöchstens Gipfels dieser Erde. Wei ein altes Ehepaar raufen die beiden (K2 und Kammerlander) über die Jahre hinweg, bis der Autor endlich am Haupt seines geschätzten Gegners rumhüpft.An den Achttausendern wird seit Beginn ihrer Entstehungsgeschichte gestorben., so Kammerlander, der von spektakulären Ereignissen und Abenteuern berichtet. Er erzählt von menschlichen Fehlern und natürlichen Unberechenbarkeiten. Er offenbart eine Liebeserklärung an den K2, durchzogen von Respekt und voll motivierender Furcht vor dieser schwersten aller Pyramiden, die das weltliche Antlitz zu bieten hat. Aber leider völlig zusammenhanglos. Mal findet sich der Leser im schneebedeckten Himalaya, mal im Südtiroler Almenland. Mal im Jetzt, mal im Gestern. Das stört den Lesefluss ungemein und desorientiert, was mich zum Abzug von einem Punkt nötigte. Dennoch ist die Lektüre wirklich lesenswert, nicht zuletzt auf Grund des mitreissenden Zeitprotokolls über den Tod des Bergsteigers Michai Cioraianu. Und an den Achttausendern begehrt das Leben schneller wieder auf, als der Tod vergessen werden kann., so der Autor. Mich persönlich hat Am seidenen Faden sehr fasziniert, ich kann es wohl ebensowenig vergessen.