Sport-Fitness-Bücher : Besser laufen: Das 30-Tage-Programm. (sport)

Besser laufen: Das 30-Tage-Programm. (sport)

EUR 8,90


Nur bedingt empfehlenswert - Ich habe mir dieses Buch gekauft aufgrund der vielen positiven Rezessionen.Sicherlich lässt sich der Laufstil durch die in diesem Buch beschriebenen Übungen verbessern. Wer einen relativ sauberen Laufstil hat und zusätzlich zum laufen Koordinations- und Dehnübungen macht (findet man in jedem halbwegs gescheiten Laufbuch z.B. Bücher von H.Steffny, M.Steffny, T.Wessinghage oder die Laufbibel um nur einige zu nennen) für den bringt dieses Buch kaum eine Verbesserung.Viele der vorgestellten Übungen sind mittlerweile total überholt. Jeder Übungsleiter der in einer Sportschule an Übungsleiterkursen teilgenommen hat weiß das man die Halswirbel nicht so stark biegen und überstrecken sollte, wie in diesem Buch beschrieben. Um seinen Laufstil effektiv zu verbessern ist es sinnvoller sich einer Laufgruppe anzuschließen bzw. an einem Laufkurs teilzunehmen.

Besser als vier aber .... - Ich weiss nicht ob ich durch das Buch besser laufe aber: Es hat mir bei meinen Rückenbeschwerden geholfen. Und das will was heissen, nachdem sich zig Ärzte versucht haben. Keine fünf Sterne aus nur einem Grund:Ich sehe die dreissig Tage nicht. Ich hatte 30 Tage Urlaub wo ich jeden Tag etwas machen wollte. Aber die Übungen sind nicht auf Tage aufgebaut. Daher habe ich sicherlich einmal mehr und zuviel und einmal weniger und zuwenig gemacht. Was ich auch nicht gefunden habe, ist, muss ich jede Übung einmal machen oder jeden Tag eine andere oder alle Übungen jeden Tag. Das ist mir schleierhaft geblieben.

Rundum Philosophie - Welchen Läufer treibt nicht das Ziel besser zu laufen? Der leistungsorientierte Läufer will Meisterschaften gewinnen und Bestzeiten aufstellen, der Freizeitjogger sein Wohlbefinden steigern und der sogenannte Gesundheitsläufer mit ausdauernden Belastungen Krankheiten vorbeugen und entgegenwirken. Deshalb stößt das Buch von Jack Heggie mit dem vielversprechenden Titel zwangsläufig auf Interesse. Der Autor stellt in elf Kapiteln sein Bewegungskonzept vor, das er bei Laufseminaren in den USA erfolgreich anwendet. Theorie und Praxis werden in allen Abschnitten konsequent miteinander verbunden. Er erklärt die Bedeutung einzelner Körperpartien (z. B. Schultern, Hüften oder Füße) für das Laufen, Problemfälle aus seiner langjährigen Erfahrung unterschreiben die nötige Praxisrelevanz und konkrete Übungsanleitungen gestalten schließlich den Weg für den Leser. Bemerkenswert ist das bewusste Abweichen vom Ohne Fleiß kein Preis-Leitsatz, der doch zumindest den Leistungssport unserer Tage bestimmt. Es kommt in dem Konzept darauf an, bei reduziertem Krafteinsatz und geringer Anstrengung die Leistungsfähigkeit zu steigern. Heggie wird sogar noch deutlicher, wenn er verspricht: Sie werden ahnen, wie sich ein Vogel fühlt (S. 11). Angesichts dieser (kaum zu glaubenden) Aussichten scheint das Buch von einem exotischen Flair umgeben. Denn in einer Zeit, in der Trainingswissenschaftler und Sportmediziner mit immer größerem technischen und wissenschaftlichen Aufwand um immer kleinere Leistungssprünge forschen und feilschen, fällt es schwer zu glauben, dass beachtliche Leistungssteigerungen auch ohne Schweißperlen möglich sind.Heggie geht dabei von der Feststellung aus, dass Laufen den gesamten Körper betrifft. Es gilt, den Körper von seinen schlechten Angewohnheiten zu befreien und eine Verständigung zwischen all seinen Teilen zu kultivieren. Der Schlüssel zum besseren Laufen ist vor allem in der Verbindung von Ober- und Unterkörper zu sehen. Schultern und Arme bilden den Antriebspunkt für die effizienten Laufbewegungen der Kraftwerke des Körpers (Hüften und Beine). Um das optimale Zusammenspiel herauszufinden, ist ein entsprechendes Körpergefühl Voraussetzung und dieses Gefühl kann nur durch ein gewisses Maß an Bewusstheit und Erfahrung erreicht werden. Der Autor stützt sich mit seiner ,,Laufphilosophie auf die bis 1949 entwickelte Feldenkrais-Methode. Der Physiker Dr. Moshe Feldenkrais hat damals aus persönlicher Betroffenheit heraus eine spezielle Bewegungslehre entworfen. Seine Knieverletzung konnten Mediziner nicht heilen. Deshalb erforschte er die Bedeutung menschlicher Bewegung mit dem Ziel, Variationen der eigenen Bewegungsmuster sowie Möglichkeiten anderer (vergessener) Bewegungen zu entdecken. Mit den daraus abgeleiteten Bewegungsprogrammen konnte er seine Knieverletzung ausgleichen und letztendlich überwinden. In den folgenden Jahren fand sein Konzept nicht allein in der Rehabilitation Anwendung, auch prominente Musiker und Sportler bemühten ihn um Rat und Hilfe. Wer sich von diesen Ideen, von der besonderen Beziehung zwischen Bewegen und Denken, angesprochen fühlt, sollte den Weg durch das ca. 30 Tage dauernde Bewegungsprogramm probieren. Die Übungen dürfen aber nicht mit einer klassischen Gymnastik verglichen werden. Sie sollen keineswegs anstrengend sein, bedürfen absoluter Entspannung, Ruhe und Konzentration. Nur so lässt sich die notwendige Bewusstheit erreichen und selbst unscheinbare Bewegungsdefizite und -probleme können auf diese sanfte Art gezielt ausgeglichen werden.

Laufstil mit einer ungewöhnlichen Konzeption - Wenn man von Laufstil und Laufstilübungen redet denkt man gewöhnlich an eine Einlaufphase und anschließend an ein sogenanntes Lauf-ABC. Das heißt man absolviert Übungen bezüglich der Schrittlänge, der Körperhaltung, der Armhaltung usw. Man probiert bewußt und in Einzelheiten seinen Laufstil zu verbessern. So wird es auch in allen mir bekannten Büchern dargestellt.Das Konzept das diesem Buch zugrundeliegt geht anders vor. Es erfolgt kein einziger Schritt im Freien oder in einer Sporthalle. Vielmehr finden fast alle Übungen im liegen oder stehen statt. Wie funktioniert das bzw. was bringt das? Es werden mit Hilfe von Feldenkrais-Übungen falsche Bewegungsmuster durch richtige Bewegungsmuster ersetzt. Das motorische Gedächtnis wird neu konditioniert.Zehn Kapitel, reichhaltig bebildert und sehr gut textlich ausgestaltet sind das zu absolvierende Programm. Pro Kapitel lesen und tun/üben sind etwa 45-60 Minuten nötig. Vorteil dieser Methode: man nimmt während der Übungen und sozusagen später schlafend im Unterbewußtsein ein positives Bewegungsmuster auf. Während des Laufens erübrigen sich Fragen wie stimmt die Armhaltung - die Schrittlänge - die Kopfhaltung und ach, woran muß ich sonst noch denkenViele von uns Quereinsteigern in den Laufsport nach dem 35./40.Lebensjahr haben über einen Bürojob möglicherweise einen versteiften Schultergürtel, vielleicht Rückenbeschwerden usw. - über das hier propagierte Ganzkörperlaufen mit Einsatz von Beinen, Hüfte und Schultern wird so ganz nebenbei spielerisch Abhilfe geschaffen.Allerdings laufen müßt ihr noch selber und das Konditions-training wird durch dieses Buch auch nicht ersetzt. Aber das Thema gesunder Laufstil wird auf höchst kreative und interessante Art und Weise angegangen. Ein bischen Arbeit kaufen wir uns mit diesem Buch schon ein. Das ist m.E. aber ein Qualitätsmerkmal. Und überschaubar ist es wie oben geschildert auch. Man merkt, dieses Buch hat mich begeistert. Viel Spaß beim selberlesen.

Gewinnbringend für die, die Zeit und Geduld haben - Laufen ist Sache des ganzen Körpers. Und wenn nur die Beine laufen, ist das zuwenig. Das ist die zentrale Feststellung von Jack Heggie, und sein Programm - orientiert an und teilweise übernommen von Moshe Feldenkrais - hilft denen, die sich darauf einlassen, ihren ganzen Körper am Laufen zu beteiligen.Um leichter zu laufenUm schmerzfrei zu laufenUm schneller zu laufenEinzig zu nehmende Hürde: Sie müssen Ihr eigener Coach werden, lernen, sich selbst zu neuem Körperbewußtsein und neuen Bewegungsabläufen zu führen. Dazu sind weder viel Kraft noch außergewöhnliches Können erforderlich. Vielmehr müssen Sie den mehrseitigen ausführlichen Übungstext lesen und anschließend schritt- bzw. seitenweise umsetzen. Zahlreiche Fotos helfen Ihnen, sich von dem zu Leistenden ein Bild zu machen. Geschickt und unterhaltsam ist jedes Kapitel mit einem passenden Beispiel aus der Seminarpraxis verbunden, an dem das ursachenerforschende Vorgehen und die Strategie des Um- und Neulernens von Beweglichkeit deutlich wird.Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass alles zwar sehr einfache Übungen sind, die sich aber nur durch Geduld, Ausprobieren und Nachlesen beim Üben wirklich erschließt. Manches auch erst beim wiederholten Durchgang durchs Buch und durch die Übungen. Wer dem Ansatz von Körperbewußtsein und Neuerlernen von Bewegungen folgen will, muss daher Zeit mitbringen.Und ob s hilft? Mir hat es jedenfalls geholfen, mit viel weniger Anstrengung meine Trainingsziele zu erreichen.




Besser laufen: Das 30-Tage-Programm. (sport)