Sport-Fitness-Bücher : Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede

EUR 16,90


Weisheit - Wunderbare Buch, darin sind viele Impulse zu finden, mitunter das man als Schreibtischtäter Fitness benötigt, geistig wie körperlich, was hilft der Seele mehr, als ein langer Ausflug zum Selbst, der Weg zu sich, nach Innen als zu laufen, Top-Buch!

Der Mann ist kein Künstler - Dieses Buch handelt von den Erlebnissen des Schriftstellers Murakami mit dem Laufen. Es ist weder eine Autobiografie, noch ein Sach-Buch über das Laufen, es versammelt tagebuchartige Gedanken, Erinnerungen und Beschreibungen rund um den Marathon- und Triathlon-Sport. Es ist schwierig einzuordnen, es ist unvollkommen, zwiespältig, und für mich äußerst spannend, weil mich interessiert, was im Schriftsteller Murakami vorgeht, wenn er nicht schreibt.Dass er ein gewöhnliches, ja langweiliges Leben führt, hat Murakami in Interviews schon öfter erzählt. Nun lässt er zum ersten Mal etwas intimere und zugleich unspektakuläre Einblicke in dieses Leben zu.Das Buch beschreibt Laufstationen in Japan, Griechenland (von Athen nach Marathon lief Murakami seinen ersten Marathon), in Cambridge und auf Hawaii. Es erzählt vom Alltag des Läufers und der engen Verbindung zwischen Laufen und Schreiben. Wahrscheinlich würde es den erfolgreichen Autor Murakami ohne sein Laufen nicht geben. Wer sich für diesen Zusammenhang, die Grundlage seines künstlerischen Schaffens, interessiert, erhält mit dem Buch viel Stoff für weitere, eigene Gedanken. Man darf sich auch nicht wundern, wenn man nach der Lektüre das eigene Schreiben an den Nagel hängt und zu laufen beginnt.Es ist auf eine Art beruhigend, wie harmlos und wenig tiefsinnig der populäre Schriftsteller manchmal schreibt. Er läuft und denkt eben wie ein gewöhnlicher Mensch. Er trainiert, er schwitzt, er leidet an Knieproblemen, er denkt über die richtige Ausrüstung und seine Trainingszeiten nach und freut sich auf den New York City Marathon, als wäre es eine heilige Messe. Nur gelegentlich dünstet der Trainingsschweiß erhellende Gedanken aus. Zum Beispiel über die Notwendigkeit des Künstlers, sich zu entgiften. Denn wie man es auch dreht und wendet: Eine gesunde Tätigkeit ist schreiben jedenfalls nicht. (S.96) Eben deshalb läuft und läuft und läuft Murakami. Mit der Zeit entfaltet das Buch eine ähnlich hypnotische Wirkung wie die besten seiner Romane und Erzählungen. Ein gewöhnliches, beinahe trostloses Leben beginnt zu funkeln wie ein nasses Blatt in der Abendsonne nach einem langen Regentag.Murakami schreibt selbst, dass er sich erst während des Schreibens darüber klar wird, was er sagen will. Auch bei diesem Buch weiß er zu Beginn nicht, worum es ihm geht. Ich habe den Eindruck, er weiß es auch am Ende nicht. Wenn es nicht so abgegriffen klingen würde, könnte man sagen: Der Weg ist das Ziel. Für den Autor und den Leser gilt das gleichermaßen.Auch wenn man über mich sagt: Der Mann ist kein Künstler, laufe ich weiter. (S.99)Davon, von einem starken, trotzigen und unerschütterlichen Willen handelt dieses Buch.

Bekennerbrief - Murakami beschreibt, wie sich Schreiben und Laufen überschneiden. Beides erfordert jede Menge Disziplin, Durchhaltevermögen und die heutzutage wenig geschätzte Eigenschaft, Schmerzen aushalten zu können. Dabei sind die geschilderten Wettkämpfe nicht nur als Metapher zu verstehen, sondern zeigen einfach die Parallelen in beiden Bereichen auf. Weder hier noch dort geht es in erster Linie um einen Pokal, sondern um das Tun an sich. Diesen Aspekt, um den das Buch - aber nicht wiederholend - kreist, fand ich überaus interessant. Außerdem öffnet sich hier ein Autor mit japanischer Sozialisation so weit, dass es einem europäischen Bekennerbrief mit ausführlicher Autobiographie gleicht. Ein Genuss! Die Lektüre regt im besten Sinne zum Nachdenken an!

Ich laufe, also bin ich... - ... so lautet eine Feststellung von Haruki Murakami. Da ich selber laufe und die meisten Bücher Murakamis mit Begeisterung gelesen habe, habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Doch leider hält es nicht, was es verspricht. Am Anfang habe ich noch einige interessante Tipps bekommen, und auch die Beschreibung des einen oder anderen Laufes war kurzweilig und informativ. Allerdings auch nur, weil ich selber laufe - ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Nicht-Läufer oder Nicht-Thriathleten dafür interessieren.Das Buch hat keinen chronologischen Ablauf, die verschiedenen Events purzeln ohne Reihenfolge durcheinander. Mich zumindest stört das, ich hätte eine chronologische Beschreibung sinnvoller gefunden. So begeistert ich am Anfang war, so enttäuscht bin ich am Ende des Buches. Sicher, ich kenne Haruki Murakami jetzt besser, aber ich wollte mehr und andere Dinge wissen. Allerdings weiß ich jetzt, dass er mit seiner Feststellung vermutlich ein nicht sehr interessanter und beliebter Mann zu sein hundertprozentig Recht hat.Fazit: Kann man lesen, muss man aber wirklich nicht unbedingt!

Wunderbar leicht zu lesen - Dieses Buch ist großartig, wenn man sich mit dem Thema Laufen beschäftigt und gleichzeitig den Autor Haruki Murakami kennenlernen möchte. Ich selber laufe und habe schon viel von Murakami als Autor gehört - selbst jedoch, noch nichts von ihm gelesen. Dieses Buch hat mir einen perfekten Einstieg bereitet. Ich freue mich auf weitere Bücher von ihm.




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